Achtsamkeit

Im alltäglichen, normalen Leben befinden wir uns in einem Zustand, den man mit Jon Kabat-Zinns Worten als „Autopiloten Modus“ bezeichnen könnte. So reagieren wir beispielsweise beim Fahrrad- und Autofahren automatisch auf die verschiedensten Reize. Wir halten uns somit im Gleichgewicht mit eingeschliffenen Verhaltens- und Denkmustern, ohne uns über diese bewusst zu sein.

Was uns bei diesen Prozessen spontan meist angemessen reagieren lässt, ist sehr wertvoll, da niemand besonders weit damit käme, jede Aktion des Alltags vor ihrer Ausführung bewusst zu bedenken, beurteilen und zeitaufwändig zu entscheiden. In Begegnungen mit anderen und in unserem eigenen Lebensgefühl legen uns diese automatisch ablaufenden Prozesse jedoch oft auf erprobte, eingeschliffene Muster fest.

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Achtsamkeit und der innere Beobachter

Im Bewusstseinszustand der Achtsamkeit treten wir aus unserem Alltagsbewusstsein heraus indem wir unsere Aufmerksamkeit, unseren Fokus von außen auf uns selbst im Hier und Jetzt richten. Es ist ein gewahr werden dessen was im gegenwärtigen Augenblick geschieht. Was spüre ich jetzt gerade in meinem Körper, welche Stimmung und Gefühle nehme ich wahr? Welchen Gedanken und Themen hänge ich gerade nach usw. Dies ermöglicht den Kontakt und eine Verbindung mit mir selbst. Bei wiederholter Übung solcher Achtsamkeitspraxis kann sich die Position eines „inneren Beobachters“ ausbilden, der wertfrei und neugierig zuschaut, was sich gerade zeigen will.
Unsere Körper spiegelt unsere unbewussten Gefühle wider, ja „er ist die Bühne, wo unsere Emotionen auftreten“ wie der portugiesische Neurowissenschaftler Antonio Damasio sagt und ermöglicht daher einen Zugang zu ihnen. Durch diesen können Therapeut und Klient*in die Erforschung beginnen.

Therapeutische Beziehung bei der Achtsamkeit

Der wichtigste Faktor für eine erfolgreiche Therapie ist die Beziehung zwischen Therapeut/in und Klient/in. Auch das hat die Wissenschaft in den letzten Jahren richtungsübergreifend für psychologisches Handeln festgestellt. Beziehungen auf der Grundlage von Achtsamkeit kennzeichnet ein langsames, anteilnehmend-neugierig forschendes Vorgehen, in dessen Rahmen jedes Denken und Fühlen des Klienten wohlwollend willkommen geheißen wird. Dies gibt den Raum sich sich selbst zuzuwenden, ohne den Druck, anders werden zu müssen. Es gibt keine Vorlieben, wie Klient/innen sein oder werden sollen. Dies meint der Begriff der Gewaltlosigkeit in der Hakomi-Therapie. Die in den individuellen, einzigartigen Lebensstrategien auftauchende Abwehr wird gewürdigt und sogar unterstützt, um so Selbstheilungsprozesse des Klienten einzuladen.

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