Anlässe für Therapie
  • Lebens- oder Beziehungskrisen
  • emotionale Schwierigkeiten wie Ängste, Trauer, depressive Zustände
  • Symptome des Körpers, die auf medizinischer Ebene keine Lösung finden
  • das Gefühl, in den eigenen Gedanken- oder Empfindungsmustern gefangen zu sein – die Sehnsucht, etwas in sich zur Entfaltung zu bringen, das noch keinen Raum hat.
Körperpsychotherapie

Der Körper, den wir haben, hat Teile. Unser Leib ist immer ein Ganzes. Er repräsentiert alle Erfahrungen, die wir mit unserem Körper bereits gemacht haben. Hierzu zählen auch unsere frühkindlichen, teils traumatischen, teils beglückenden Erfahrungen, auch wenn wir uns an diese nicht erinnern.

Diese Erfahrungen finden in unserem ganzen Auftritt ihren Ausdruck. Wie wir gehen, wie wir stehen, unsere Stimme und gesamte Gestalt sind Ausdruck dessen wie wir gelernt haben uns anderen, der Welt und uns selbst zuzuwenden. Der Körper eines Menschen, seine Leiblichkeit, ist somit eines der besten Mittel um die darin verankerte Selbstorganisation im gegenwärtigen Erleben zu untersuchen und zu verstehen. Der Königsweg zu unseren Leibsignalen ist Achtsamkeit.

Als Körpertherapeut lenke ich mein Augenmerk daher nicht lediglich auf die Erzählungen, sondern auch auf den Körper meiner Klienten. Somit erforschen wir gemeinsam den Wissens- und Gewohnheitsvorrat, der Sie verlässlich durch den Alltag führt, mit der Erfahrungsquelle Ihres Körpers und den darin verankerten, womöglich leidvollen, Lebenszusammenhängen.  All dies kann ohne Wertung und mit Neugier angeschaut werden und lässt dann oftmals etwas Neues, bisher Unbedachtes erscheinen. So eröffnen sich neue Perspektiven und finden sich Antworten auf Fragen, die der Verstand bisher nicht einmal in Erwägung gezogen hatte.

Die Hakomi Methode

In den 1970er Jahren entwickelte der Körperpsychotherapeut Ron Kurtz seine Behandlungsmethode „Hakomi“, benannt nach einem Ausdruck der Hopi-Indianer mit der ungefähren Bedeutung: „Der, der du bist“ oder in der Frageform: „Wer bist du?“

Kurtz war beeinflusst von der Gestalttherapie (Perls), der Core-Energetik (Pierrakos), der Pesso-Körperarbeit und nicht zuletzt der Feldenkrais-Methode. Das wichtigste Unterscheidungsmerkmal seiner Hakomi Methode war und ist bis heute das Üben von „Achtsamkeit“, das er aus der buddhistischen Tradition übernahm.

Das grundlegende Ziel der Hakomi Methode ist es, beim Klienten die Fähigkeit der Achtsamkeit aufzubauen und den Platz eines „inneren Beobachters“ entwickeln und einnehmen zu können. Von hier aus kann das eigene typische Erleben bewusst erfahren und zugleich aus einer gewissen Distanz heraus beobachtet werden. Der Therapeut begleitet den Klienten und assistiert ihm bei der Erforschung der Muster seiner Selbstorganisation. Diese Distanz ermöglicht  es dem Klienten, die verhaltensprägende Macht dieser Muster zu erkennen und sich von ihrer Selbstverständlichkeit zu lösen: „Du musst nicht alles glauben, was du denkst“ ist eine befreiende Botschaft.

Die gegenwärtige Erfahrung ist Mittelpunkt der Hakomi Methode. Sie beruht auf lebensgeschichtlich vorhergehenden Erfahrungen, die sich zu Mustern und Glaubenssätzen („So ist das Leben. So bin ich.“) geformt haben und das (Er-)Leben nun möglicherweise einschränken oder behindern. Veränderungsprozesse gestalten sich über „korrigierende Erfahrungen“, die in der Therapie wiederholt ermöglicht werden. Korrigierende Erfahrungen sind solche, die in der Lebensgeschichte bisher gefehlt haben und den Absolutheitsanspruch von eigens gefundenen Lösungen und Glaubenssätzen aufheben. So können Glaubenssätze reformuliert werden („Auch so ist das Leben. Auch so kann ich sein.“)

Hakomi-Therapie ist körperorientiert. Der Körper wird als Zugangsweg zu den Inhalten des impliziten (unbewussten) Gedächtnisses genutzt. Auch kleine Bewegungen und Impulse, Veränderungen der Körperhaltung und aufkommende Empfindungen werden bewusst gemacht und gemeinsam achtsam erforscht.

Achtsamkeit
Zum Verständnis des Begriffs „Achtsamkeit“ in der Hakomi-Therapie

Die erste Voraussetzung für Achtsamkeit ist die Akzeptanz. Sie ist eine der wichtigsten Wirkfaktoren von jeder Art von Therapie. Im Rahmen einer Achtsamkeitspraxis wird jedes Fühlen und Denken des Klienten zuallererst wohlwollend „radikal“ willkommen geheißen. Allein die Einübung dieser Haltung auch auf Seiten des Patienten sich selbst gegenüber hat schon eine transformative Wirkung. Sie schafft eine Veränderung in seinem Selbst- und Weltbezug. Hierfür gibt es viele Gründe:

Im alltäglichen, normalen Leben befinden wir uns in einem Zustand, den man mit Jon Kabat-Zinns Worten als „Autopiloten Modus“ bezeichnen könnte. So reagieren wir beispielsweise beim Fahrrad- und Autofahren automatisch auf die verschiedensten Reize. Wir halten uns somit im Gleichgewicht mit eingeschliffenen Verhaltens- und Denkmustern, ohne uns über diese bewusst zu sein.

Was uns bei diesen Prozessen spontan meist angemessen reagieren lässt, ist sehr wertvoll, da niemand besonders weit damit käme, jede Aktion des Alltags vor ihrer Ausführung bewusst zu bedenken, beurteilen und zeitaufwändig zu entscheiden. In Begegnungen mit anderen und in unserem eigenen Lebensgefühl legen uns diese automatisch ablaufenden Prozesse jedoch oft auf erprobte, eingeschliffene Muster fest. Eine Achtsamkeitspraxis fördert und erfordert eine Haltung, die sich gut mit dem Begriff „Anfängergeist“ aus dem Zen-Buddhismus beschreiben lässt. Anfängergeist meint eine Haltung, die Dinge so zu betrachten als würden sie zum ersten Mal wahrgenommen – unvoreingenommen, offen und im besten Sinne neugierig. Somit tauschen anderen Perspektiven und mit ihnen Verhaltensmöglichkeiten auf, es folgt eine Ent-Deckung dessen, was man immer für selbstverständlich hielt.

Die Instanz, des inneren Beobachters kann im Rahmen einer Achtsamkeitspraxis durch konsequentes, wiederholtes Einnehmen dieser Perspektive manifestiert werden. Die Hauptaufgabe liegt hierbei in der Überwindung der Tendenz unseres Geistes, sich allzu leicht durch jedweden Reiz ablenken zu lassen. Unsere Aufmerksamkeit springt von Gedanke zu Gedanke wie eine Affenherde von Baum zu Baum und verweilt nie lange genug bei etwas, um es ganz auszukosten – in der buddhistischen Terminologie wird dies auch „monkey-mind“ gennant. Durch Achtsamkeitsübung  lässt sich das „Hintergrundrauschen“ unseres Denkens soweit verringern, dass darunter verdeckte „Töne“ wie Stimmungen und Gefühle wahrgenommen werden können. Dieser Prozess führt letztlich zu einer Unterscheidung zwischen Wahrnehmendem und Wahrgenommenen, zwischen Beobachter und Beobachtetem. So gelangen  wir von „Ich bin wütend“ zu „Ich beobachte, wo und wie ich wütend-sein spüre“. Damit sind wir nicht mehr total mit der Wut identifiziert, die Wut macht mich nicht mehr ganz aus, es gibt da noch etwas anderes: den inneren Beobachter. Dies eben ist mit „Disidentifikation“ gemeint. Sie ist ein wesentlicher Wirkfaktor der Achtsamkeitspraxis und damit ein wichtiger Teil der Persönlichkeitsentwicklung.

Preise & Abrechnung

Mein Honorar für eine Einzeltherapiesitzung von 60 Minuten beträgt 70€. Für die erste Sitzung berechne ich nur die Hälfte.

Auf Basis des Heilpraktikergesetzes kann ich mit privaten Krankenkassen abrechnen, sofern Ihre Krankenkasse Heilpraktikerleistungen abdeckt.

Terminanfrage

Sie können mich gerne telefonisch unter 0179/ 7897 626 kontaktieren oder das untenstehende Formular nutzen. Ich melde mich dann schnellstmöglich zwecks Terminfindung bei Ihnen zurück.